Der Online-Weinhandel ist im Aufwind: Flaschenpost.ch steigert den Umsatz pro Jahr satte 275 Prozent, coop@home erzielt 30 Prozent des Umsatzes mit Wein (siehe Artikel). Im Gegensatz zu den grossen Anbietern im Offline-Weinhandel sorgen online vor allem Jungunternehmen für Bewegung im Markt.
Die Schweizer Wirtschaftsplattform cash.ch hat zum Thema eine Online-Umfrage gestartet. Das Resultat ist für Online-Händler ernüchternd:
Ein gutes Drittel, 34 Prozent der cash-User, kauft Wein online ein. 52 Prozent kaufen Wein ausschliesslich im Offline-Laden ein, 14 Prozent kaufen gar keinen Wein.
So weit, so gut. Von jenen, die online Wein einkaufen, kaufen aber nur knapp 18 Prozent als Stammkunden bei «ihrem» Händler ein. Über 60 Prozent kaufen zufällig mal hier, mal dort. Und 20 Prozent suchen via Internet den günstigsten Preis für ihren Wein.
Mit anderen Worten: Die Online-Kunden sind untreu – sie kaufen, wo sie das Web grad so hin trägt – oder wo es den besten Preis gibt. Für die Online-Weinhändler bedeutet das eine grosse Herausforderung:Wie können die Kunden an den Online-Shop gebunden werden? Social Media könnte eine Möglichkeit sein, doch erst wenige nutzen diese Möglichkeiten. Und wenn, dann auch nur, um auf dem noch neuen Feld zu experimentieren. Viel bewegen kann man mit der aktiven Nutzung von Social-Media-Plattformen als Weinhändler noch nicht, so die übereinstimmende Einschätzung verschiedener Anbieter.
Erfolgreicher hingegen sind Mittel wie ein regelmässiger Newsletter. Mövenpick beispielsweise erzielt rund 40 Prozent seines Online-Umsatzes via den Newsletter.
Die Online-Umfrage von cash.ch ist nicht repräsentativ. Insgesamt haben im Zeitraum vom Freitag 9. bis Sonntag 11. Juli 1291 User abgestimmt.



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